Gelmeroda

 

Die Feininger-Kirche

Kirche

heute auch angestrahlt

Kirche beleuchtet

ein schönes Haus

Ein schönes Haus

Das 340 m hoch gelegene Dorf wird als Germenrode (Rodung eines Germo) erstmals 1301 erwähnt.

Die Kirche kann als romanische Chorturmkirche eingeordnet werden. Anbau eines kleinen Chores im 14. Jahrhundert. Der Turmhelm ist gotisch; die Glocke von 1614. 1717 erfolgte ein barocker Umbau. Ab 1965 begann der Verfall. Erst die Renovierungsarbeiten von 1990/91 waren die Rettung. Im Inneren ist eine ständige Ausstellung zum Werk von Lyonel Feininger eingerichtet. Seit 1994 ist sie eine Autobahnkirche und steht jederzeit allen Besuchern offen. Seit 1999 wird sie als Lichtskulptur farbig angestrahlt.

 

Die Gelmerodaer Kirche war die große Liebe des Malers Lyonel Feininger. Feiningers Bekanntschaft mit Gelmeroda datiert aus dem Frühjahr 1906. Er kam immer wieder, um sich in zahllosen Skizzen bei Wind und Wetter an dem bescheidenen Kirchenschiff und seinem Turm zu versuchen. 1913 schrieb er an seine Frau Julia: "Nachmittags krabbelte ich... nach Gelmeroda; ich habe dort eineinhalb Stunden herumgezeichnet, immer an der Kirche, die wundervoll ist... ".

Dreizehn Kompositionen, viele Skizzen, Zeichnungen, Holzschnitte, Aquarelle und Ölgemälde schuf Feininger von seiner Lieblings-Kirche. Die Gemälde entstanden oft viel später im Atelier. Die letzte Lithografie entstand 1954 in Amerika nach Vorlagen aus seiner Weimarer Zeit.

Die Stiftung Weimarer Klassik erwarb 2006  das Ölgemälde Gelmeroda XI, was neben anderen Exponaten in einer Ausstellung des  Bauhaus-Museums zu sehen ist. Das Bild hat die Abmessungen 100x80 cm und wurde 1928, noch in seiner Bauhaus-Zeit geschaffen.

 

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