Saalborn

 

Die Kirche

Angebot der Töpferei

Saalborn wurde 1136 erstmals in einer Urkunde Lothars des III. für Kloster Kaltenborn als Sarbunen (Quelle im Riedgras) erwähnt.
Ab 1280 erscheint der Ortsname Saarborn. Der Ort gehörte im 12. Jahrhundert zur Grundherrschaft des Grafen Wichmann und zu der des von ihm gegründeten Klosters Kaltenborn bei Sangerhausen. Schließlich gehörte das Dorf zur Herrschaft Berka, jedoch war die Landeshoheit über das Rittergut und die dazugehörigen Häuser zwischen den Ämtern Berka und Blankenhain umstritten. Zum Rittergut gehörten seit 1805 eine Brauerei und auch eine Mühle war seit 1808 vorhanden.

Die Kirche stammt in ihren ältesten Teilen beinahe aus der selben Zeit wie die Erstnennung des Ortes, wahrscheinlich aus dem späten 12. Jahrhundert. Das Kirchenschiff wird von einem Umbau im 18. Jahrhundert bestimmt. Es ist mit großen Rechteckfenstern, doppelten Emporen und verkleideter Holztonnendecke versehen.

Auf dem Kirchenboden fand man Ende des vorigen Jahrhunderts ein wertvolles romanisches Vortragekreuz aus Kupfer. Im Jahre 1422 wurde erstmals eine Pfarrei erwähnt, im Jahre 1605 eine Schule.
Der Ort wurde im Dreißigjährigen Krieg fast völlig zerstört. Es konnten nur noch 17 % der Fluren bestellt werden. Im Jahre 1791 vernichtete ein großer Brand Teile des Ortes.

Die Einwohner lebten bis ins 19. Jahrhundert fast ausschließlich von der Landwirtschaft. Doch auch das Handwerk war schon im 18. Jahrhundert im Verhältnis zur Größe des Ortes recht stark vertreten. Es wurden die Weberei und die Korbflechterei betrieben und es waren Bauhandwerker ansässig. 1750 wurde eine Ziegelei erwähnt. Die Zahl der Handwerksbetriebe verringerte sich im 20. Jahrhundert stark. Wurden 1880 noch 11 Handwerker verzeichnet waren es 1930 nur noch 2. Heute ist hier eine Töpferei der Behinderten Werkstätten angesiedelt.

Von 1887 bis 1967 war Saalborn eine Haltestelle der Bahnstrecke Weimar - Berka - Blankenhain, deren Teilstück Berka - Blankenhain später stillgelegt wurde.

Blick auf Saalborn von der B85

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